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VIK-Strompreisindizes

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Seit 2002 veröffentlicht der VIK monatlich einen VIK-Strompreisindex für Mittelspannungskunden in Industrie und Gewerbe. Dieser VIK-Strompreisindex basiert einerseits auf den Strompreisen der European Energy Exchange (EEX) und andererseits auf den Netznutzungsentgelten sechs großer deutscher Netzbetreiber. Ab November 2014 wird dieser VIK-Index in VIK-Basisindex umbenannt und weitergeführt. Gleichzeitig wird ein zusätzlicher VIK-Index mit der Bezeichnung VIK-Endpreisindex neu eingeführt, welcher auch staatlich induzierte Steuern, Abgaben und Umlagen beinhaltet.

Als Energiepreiskomponente liegen beiden VIK-Indizes die monatlichen Durchschnittspreise des Vormonats am EEX-Terminmarkt für die kommenden vier noch handelbaren Quartalsprodukte zugrunde. Base- und Peakloadanteile werden in Abhängigkeit von typischen Jahresbenutzungs-stunden für Industriekunden (3.000, 4.000, 5.000 und 6.000 h/a) gewichtet. Mit steigenden Jahresbenutzungsstunden steigt dabei auch der Baseloadanteil - bspw. für 6.000 h/a auf 92 %.

Der zweite gemeinsame Bestandteil beider VIK-Indizes sind die Netznutzungsentgelte der sechs Verteilnetzbetreiber Westnetz GmbH, Bayernwerk AG, Netze BW GmbH, MITNETZ STROM GmbH, Stromnetz Hamburg GmbH und Stromnetz Berlin GmbH für die Entnahme aus der Mittelspannung (Netzebene 5) - entsprechend den o. g. Benutzungsstunden. Die Summe der durchschnittlichen Energie- und Netzpreise aller Regelzonen bildet somit die Basis für die monatlich veröffentlichten VIK-Indizes. Bezugsmonat für die Indizierung ist der Januar 2002.

Der VIK-Endpreisindex beinhaltet zusätzlich zu den o.g. Energie- und Netzkomponenten des VIK-Basisindex noch von Industrieunternehmen üblicherweise zu zahlende gesetzliche Steuern, Abgaben und Umlagen. Bei der Festlegung der teilweise individuellen Belastungshöhen wurden für das Jahr 2014 folgende Annahmen getroffen, um eine hohe Repräsentanz zu erreichen:

Die Konzessionsabgabe (KA) für Sondervertragskunden fließt mit 1,1 €/MWh in den VIK-Endpreisindex ein. Die KWK-G-Umlage, die §19 Abs.2 StromNEV-Umlage sowie die §17f EnWG-Offshore-Umlage wurden entsprechend als reduzierten Umlage der Letztverbraucherkategorie B (LV Kat. B) mit 0,5 €/MWh angenommen. Die Umlage für abschaltbare Lasten nach §18 AbLaV wird im Jahr 2014 mit 0,09 €/MWh berücksichtigt. Der Anteil der Stromsteuer ist entsprechend dem Stromsteuerspitzenausgleich unternehmensindividuell. Für den VIK-Endpreisindex wird im Jahr 2014 ein Selbstbehalt von 20 % (4,306 €/MWh) angenommen. Die EEG-Umlage wird in voller Höhe (62,40 €/MWh - 2014) berücksichtigt, da über die Hälfte des von der Industrie verbrauchten Stroms - insbesondere aus der Mittelspannung - nicht unter die besondere Ausgleichsregelung gem. §64 EEG fällt und somit nicht reduziert ist.

Mit diesen Annahmen spiegelt der VIK-Endpreisindex eine realistische Preisentwicklung inklusive der staatlichen Steuern und Abgaben wider und bietet Informationen zur Gesamtkostenentwicklung für typische Mittelspannungsstromkunden.