Pressemitteilungen
22.12.2011 12:43
Der Beschluss des EU-Parlaments, Maßnahmen zu ergreifen, um die Bildung des CO2-Preises zu verändern und damit den Preis zu erhöhen, löst beim VIK, der Interessenvertretung industrieller Energieverbraucher, großes Erstaunen und Unverständnis aus. Dass die Preise für CO2-Zertifikate derzeit niedrig sind, darf nach Ansicht des VIK kein Anlass für eine künstliche Verteuerungsstrategie sein. Denn der Emissionshandel funktioniert auch bei niedrigen CO2-Zertifikatepreisen. Dieses Instrument ist eingeführt worden, um gerade auf „marktwirtschaftlichem“ Wege Klimaschutz so preiswert wie möglich erreichen zu können. Wo bliebe da noch der Marktgedanke? Denn der Markt, der seit einigen Jahren durch Krisenstimmung und Abschwung gekennzeichnet ist, setzt ja gerade – entsprechend seiner Logik – diese niedrigen Preise.
Weiterlesen … EU-Emissionshandel braucht keinen künstlich hohen CO2-Preis - Künstliche CO2-Verteuerung wäre nur Last für Energiekunden ohne zusätzlichen CO2-Minderungseffekt
15.12.2011 11:24
Die industrielle Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) kann in der Energiewende einen bedeutenden Beitrag zur Absicherung der Versorgungssicherheit mit Strom leisten und den Unternehmen zudem zu einer wettbewerbsfähigen und sicheren Belieferung verhelfen, so der VIK, die Interessenvertretung industrieller Energie¬verbraucher. Der gestern im Kabinett verabschiedete Gesetzentwurf für eine Novelle des KWK-Gesetzes schafft aber nicht alle bestehenden Hemmnisse ab. Damit ist noch nicht der notwendige unterstützende Rahmen für die angestrebte KWK-Zukunft erreicht. „Die zeitgleiche Produktion von Strom und Wärme ist eine umweltfreundliche* und gleichzeitig kostengünstige Möglichkeit zur CO2-Minderung bei gleichzeitig stabiler Versorgungs¬sicherheit und damit eine ideale Ergänzung zu den regenerativen Erzeugungsarten auf dem Weg der Umstellung unserer Stromversorgung auf erneuerbare Energiequellen im Rahmen der Energiewende“, so Dr. Annette Loske, Hauptgeschäftsführerin des VIK.
Weiterlesen … Energiewende braucht starke Kraft-Wärme-Kopplung - Geringfügige Anpassungen des Gesetzentwurfs könnten ohne spürbare finanzielle Mehrbelastung enorme Fortschritte bei Effizienz und Versorgungssicherheit bringen
25.11.2011 11:10
Mit Netzentgeltentlastungen für besonders stromintensive Industrieunternehmen, Pumpspeicherkraftwerke und Haushalte mit Nachtspeicherheizungen und Wärmepumpen, versucht die Politik die negativen Preiswirkungen ihres schnellen Energiewendebeschlusses nachträglich etwas abzumildern. Diese Entlastungen stehen aktuell im Kreuzfeuer der Kritik, da die auf der einen Seite vermiedenen Lasten auf der anderen Seite getragen werden müssen. Das Lamentieren der Betroffenen ist durchaus eine verständliche Reaktion und dennoch: solche Entlastungen gerade für energieintensive Unternehmen sind eine konsequente und notwendige politische Begleiterscheinungen der deutschen Energiewende, so der VIK, die Interessenvertretung energieintensiver Unternehmen.
Weiterlesen … Die Energiewende braucht flankierende Maßnahmen: Entlastungen für die besonders Betroffenen gehören dazu
20.10.2011 09:45
Trotz Finanzkrise und eher ungünstiger Konjunkturperspektiven wird die Strombeschaffung für die Industrie 2012 gegenüber 2011 im Mittel um 9 % teurer, so die Einschätzung des VIK, der Interessenvertretung energieintensiver Unternehmen, anlässlich seiner diesjährigen Jahrespressekonferenz (Bild: VIK-Strompreisvergleich). Bedingt durch den Wegfall der Produktion von 8 Kernkraftwerken wird das Stromangebot knapper. Das führt zu Preissteigerungen und darüber hinaus wird die Netzstabilität und Stromqualität geringer, Faktoren der Energiewende, die Anfang 2011 noch nicht zu erahnen waren.
Weiterlesen … VIK-Jahrespressekonferenz 2011: 6-Monate Energiewende 2011 – Situation der energieintensiven Unternehmen
21.09.2011 14:41
Industrielle Verbraucher werden durch zu hohe Bilanzierungskosten im Fall von Abweichungen zwischen Gasein- und Gasausspeisung vom eigenen Zugang zum Gasmarkt abgehalten. Im Strommarkt sind solche Hindernisse mehr oder weniger ausgeräumt. Das Bundeswirtschaftsministerium wollte zur Minderung dieses Gasmarkt-Problems den industriellen Kunden ab dem 1. Oktober 2011 ein 5%-iges Toleranzband einräumen, innerhalb dessen ohne finanzielle Bestrafung Gas verbraucht werden kann. Diese gesetzliche Vorgabe wurde aber nun von der Bundesnetzagentur im Rahmen ihrer Festlegungskompetenz sehr kurzfristig zurück genommen und jegliches Toleranzband gestrichen, so der VIK, die Interessenvertretung der energieintensiven Unternehmen. Ein solches Fehlen jeglicher Flexibilität und Abweichungsmöglichkeit vom Planbezug ist für industrielle Gaskunden in der Regel nicht realistisch. Abweichungen fallen ganz zwangsläufig an. Und kosten dann viel Geld.
Weiterlesen … Vorschläge der Bundesnetzagentur zur Anpassung des Gasmarkt-Bilanzierungssystems hemmen Markteintritte von Industriekunden - Monopolkommission macht gute Vorschläge zur Reparatur dieser Fehler
14.09.2011 16:45
Das aktuelle Sondergutachten Energie 2011 der Monopolkommission verdeutlich, dass die Entscheidungen zur Energiewende und zum Kernenergieausstieg einen Katalog von Problemen für die Aufrechterhaltung einer preiswerten und sicheren Energieversorgung am Industriestandort Deutschland mit sich bringen. So sieht die Monopolkommission die Notwendigkeit, die Förderung erneuerbarer Energien grundlegend in Richtung auf die Förderung kostengünstigster Techniken weiter zu entwickeln. Hier liegt auch nach Einschätzung des VIK – der Interessenvertretung energieintensiver Unternehmen – einer der entscheidenden Erfolgs- bzw. Misserfolgsfaktoren für die Energiezukunft des Industriestandorts Deutschland. Dabei müsste aus Sicht des VIK sehr genau darauf geachtet werden, dass bei einer veränderten Förderung erneuerbarer Energien nicht die weiterhin vorhandenen teuersten Techniken die Preise setzten. Nur so könnten tatsächlich positive Preiseffekte bewirkt werden. Denn: „Der Entwicklung steigender Strompreise und sinkender Versorgungssicherheit/Netzstabilität im Zuge des Kernenergieausstiegs muss dringend entgegen gewirkt werden“, so Dr. Annette Loske, Hauptgeschäftsführerin des VIK.
Weiterlesen … Sondergutachten Energie 2011 der Monopolkommission belegt: Die Energiewende bringt sehr ernst zu nehmende Herausforderung und Lösungen auf die schwierigen Fragen sind kaum in Sicht
08.09.2011 14:46
Die Veröffentlichungen der Übertragungsnetzbetreiber zeigen, auch 2012 könnte die EEG-Umlage weiter steigen. Das ist alarmierend, denn noch am 9. Juni 2011 hatte die Kanzlerin im Deutschen Bundestag verkündet, „die EEG-Umlage (werde) nicht über das heutige Niveau steigen“ (1 . Das so von der Politik mit 35,30 Euro/MWh ausgerufene endgültige Belastungsmaximum könnte damit schon im Jahr 1 der Energiewende hinfällig werden. Darunter leiden vor allen Dingen die Wirtschaft und das produzierende Gewerbe am Standort Deutschland (2 , die ohnehin mit im internationalen Vergleich sehr hohen Strompreisen (3 zu kämpfen haben. „Wenn die Politik bereits für den Anfang der Energiewende so kurzfristige Auswirkungen auf die Stromkosten nicht abschätzen kann, wie sollen die Stromkunden dann auf ein langfristig finanziell tragfähiges Konzept zur Energiewende vertrauen können und Entscheidungen für den Standort Deutschland treffen?“, fragt Dr. Annette Loske, Hauptgeschäftsführerin des VIK – der Interessenvertretung energieintensiver Unternehmen.
Weiterlesen … Energiewende: EEG-Belastungen könnten auch 2012 wieder steigen – Finanzielle Unsicherheiten im Strommarkt belasten die Wirtschaft – Monitoring nötig
01.07.2011 11:05
Die gestern im Bundestag getroffene energiepolitische Richtungsentscheidung ist ein klares und im breiten Konsens ausgesprochenes Ja zur Energiewende und gibt uns für die Zukunft eine große Liste von offenen Fragen und Baustellen mit auf den Weg. Der hohe Grad der Unsicherheit dazu, ob und wenn ja, wie diese Fragen beantwortet werden können, birgt – neben sicher bestehenden Chancen – eben auch enorme Risiken für den Industriestandort Deutschland, so der VIK, die Interessenvertretung der energieintensiven Unternehmen. Diese nun festgeschriebene weitreichendste Veränderung der deutschen Energielandschaft zielt darauf ab, die Energieversorgung auf Nachhaltigkeit umzustellen – ein gutes und richtiges Ziel. Fragen zur Praktikabilität und Umsetzbarkeit sowie die kontinuierliche Neubewertung der mit dieser Entscheidung verbundenen Auswirkungen auf Deutschland und unseren Wohlstand dürfen aber angesichts der richtigen verfolgten Ziele nicht aus dem Pflichtprogramm verantwortlicher Politik ausgegrenzt werden.
Weiterlesen … Bundestagsentscheidung zur Energiewende: Jahrhundertentscheidung muss Raum für Fragen und Anpassungen lassen