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Pressemitteilungen

23.01.2014 12:18

EEG-Reform: Pläne zur Eigenstrombelastung beenden Ausbau CO2-armer KWK-Kraftwerke

Bundeskabinett scheint in Meseberg das Ende des Ausbaus der CO2-armen Stromerzeugung in Industrie und Gewerbe vor Augen zu haben, so die Befürchtung des VIK, der Interessenvertretung großer industrieller und gewerblicher Energiekunden. Neue Kraftwerke zur Eigenstromerzeugung, die i.d.R. hoch effizient im KWK-Prozess Strom und Wärme produzieren oder bei der Produktion anfallende Kuppelgase verstromen, müssten danach zukünftig 70% der aktuellen EEG-Umlage tragen. Damit würde der Strompreis sofort um über 40 Euro/MWh steigen und jede Wirtschaftlichkeitsrechnung zu Nichte machen. Selbst bestehende Anlagen würden mit rund 10 Euro/MWh zusätzlichen Kosten belegt und damit unattraktiv.

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22.01.2014 16:46

Erster Erfolg: EU-Klima- und Energieziele schauen auch auf Energiepreisdifferenzen zu Wettbewerbsmärkten

Die EU will in ihrer zukünftigen Energie- und Klimapolitik diese Politikfelder besser miteinander verzahnen und auf eine Industriepolitik abstimmen. Das ist die gute Botschaft aus dem heute veröffentlichten EU-Energie- und -Klimapaket bis 2030, so der VIK, die Interessenvertretung großer industrieller und gewerblicher Energiekunden. Das CO2-Minderungsziel soll danach bis 2030 auf 40 % und der Anteil erneuerbarer Energien auf 27 % steigen (beides bezogen auf 1990). Zudem soll der Emissionshandel ab 2021 durch eine Marktstabilitätsreserve verändert werden. „Angesichts enormer Energiepreisdifferenzen zwischen der EU und den wichtigsten Wettbewerbsländern ist es gut, dass sich die EU dieser Realität stellt. Eine Verbindung der Klimapolitik mit den energiepolitischen Zielen einer wettbewerbsfähigen und sicheren Energiebereitstellung in der EU ist unbedingte Notwendigkeit“, so Dr. Annette Loske, Hauptgeschäftsführerin des VIK. Die europäische (Grundstoff-)Industrie ist wichtiger Baustein dabei. Um die gesteigerten Klimaschutzziele zu erreichen, wird auf deren Innovationskraft und Effizienzpotenzial gesetzt werden müssen.

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18.12.2013 12:57

Wettbewerbsfähigkeit auch bei großem Strombedarf muss erhalten werden, sonst geraten Arbeitsplätze in Gefahr - Unternehmensvielfalt und breite Wertschöpfungsketten sind Basis des deutschen Wohlstands

„Dem Ergebnis des nun eröffneten EU-Beihilfeverfahrens kommt eine außerordentliche Bedeutung für die Zukunft des Industriestandorts Deutschland zu. Ohne die Möglichkeit einer Teilentlastung der Unternehmen riskiert Deutschland eine Arbeitsplatzerosion, so Dr. Volker Schwich, Vorstandsvorsitzender des VIK, der Interessenvertretung großer industrieller und gewerblicher Energiekunden. „Die Härtefallregelungen sind gerechtfertigt und notwendig, um international faire Wettbewerbsbedingungen für die Industrie zu erhalten“, so Dr. Schwich weiter. Das Verfahrensergebnis ist weiterhin offen, die EU-Kommission selber räumt in ihrer Pressemitteilung zur Verfahrenseröffnung ein, „… Teilentlastungen von der Umlage zur Finanzierung erneuerbaren Stroms für stromintensive Nutzer [könnten] unter bestimmten Voraussetzungen gerechtfertigt sein…“. Im Laufe des Verfahrens werden nun die verschiedenen Gesichtspunkte erörtert, erst dann wird ein Urteil gesprochen.

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27.11.2013 09:28

Koalitionsvertrag bleibt in Energiefragen unkonkret – Unternehmen setzen auf industriefreundliche Ausgestaltung

Noch ist nicht abzusehen, ob die neue Bundesregierung auf Grundlage des Koalitionsvertrags eine ausgewogene, industriefreundliche Energiepolitik realisieren wird, so die noch skeptische Einschätzung des VIK, der Interessenvertretung großer industrieller und gewerblicher Energiekunden. Erfreulich ist im Vertrag die Betonung der eigentlich selbstverständlichen Messlatte guter Energiepolitik: des energiepolitischen Zieledreiecks. Die Gleichbehandlung der Ziele – Sicherheit, Kosten und Umwelt – ist eine entscheidende Weichenstellung hin zu einer Energiewendepolitik, die auf einen gesellschaftlichen Konsens abzielt und so die vor uns liegenden gewaltigen Aufgaben wirklich anpacken kann.

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13.11.2013 09:31

Klimaschutz muss nicht teuer sein – mit günstigen CO2-Minderungsmaßnahmen zum Erfolg

Die Welt ruft in Warschau nach erweitertem Klimaschutz, CO2 spielt dabei die entscheidende Rolle. Eine „globale Chance“ hat dabei nur effizienter Klimaschutz, der möglichst viel CO2 zu niedrigsten Kosten mindert. „Deshalb heißt das Gebot der Stunde: grünes Licht für eine Politik mit niedrigen CO2-Minderungskosten, frei von nationalen Befindlichkeiten“, so Dr. Annette Loske, Hauptgeschäftsführerin der Interessenvertretung großer industrieller und gewerblicher Energiekunden. Einen solch fokussierten Blick auf den Klimaschutz mahnt der VIK auch für die Regierungspolitik Koalitionsverhandlungen in Berlin an. Und das muss u.a. bedeuten: Bahn frei für die Kraft-Wärme-Kopplung und Unterstützung des gesetzten Ziels von 25 % KWK-Strom bis 2020. Denn: Alleine 17 Mio. Tonnen CO2* im Jahr 2012 wurden in Deutschland durch den Einsatz der hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in der Industrie vermieden. Eine erhebliche CO2-Minderung, die mit Kosten von unter 10 Euro pro Tonne zu vergleichsweise niedrigen Förderkosten erreicht wurde. Dieser Klimaschutzbeitrag der Industrieunternehmen in Deutschland sollte auch von der neuen Bundesregierung als zielführender Beitrag zur Energiewende anerkannt werden, indem keine Zusatzbelastungen auf diese Anlagen zukommen, etwa durch das EEG, die die KWK-Technologie unrentabel aus dem Rennen werfen würden!

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05.11.2013 12:21

VIK-Jahrespressekonferenz: Energiewende ist mehr als eine EEG-Kostenverteilungsdebatte – Klimaschutz Hand in Hand mit der Weiterentwicklung des Industriestandorts muss im Vordergrund stehen

„Wir brauchen ein innerhalb der EU abgestimmtes Regelwerk für die weitere Förderung erneuerbarer Energien zu vertretbaren Gesamtkosten“, so Dr. Volker Schwich, der Vorsitzende des VIK, der Interessenvertretung großer industrieller und gewerblicher Energiekunden. Die finanziellen Belastungen der Stromkunden in Deutschland und die Forderung nach Planungssicherheit für Investitionsvorhaben machen eine weitreichende Neugestaltung der Erneuerbaren-Energien-Förderregelung genauso unausweichlich, wie die EU-Androhung eines „EEG“-Beihilfeverfahrens. Ein solches Verfahren könnte Deutschland dazu zwingen, die Unternehmen mit sofortiger Wirkung und möglicherweise sogar rückwirkend mit der vollen EEG-Umlage zu belasten. In diesem Fall kämen auf die Unternehmen zusätzliche Zahlungen in Höhe vieler Mrd. Euro zu, was den industriellen Kern Deutschlands zerstören würde. Die neue Regierung hat es in der Hand, weg von einer Kostenverteilpolitik hin zu einer EU-verträglichen Kostenminderungspolitik zu schwenken. Dabei müssen auch zukünftig bei europäischen und deutschen Sonderbelastungen durch Klimaschutzauflagen und Energiewende internationale Verwerfungen bei der Wettbewerbsfähigkeit verhindert werden. EEG-Belastungsbeispiele Zahlt der durchschnittliche Haushaltskunde im kommenden Jahr mit rund 220 Euro für die EEG-Umlage bereits 74 % mehr als noch 2012, sind es z.B. für ein mittelständisches Papierunternehmen (Strombedarf 250 Mio. kWh/Jahr) bereits 250.000 Euro und eine energieintensive Grundstoffproduktion (Strombedarf 1.250 Mio. kWh/Jahr) wird mit 625.000 Euro zur Kasse gebeten. Und das bei geltenden Teilentlastungen für die Industrie. Ohne diese Regelung wären es für diese Unternehmen sogar 15,6 bzw. 78 Mio. Euro im Jahr 2014. Die Unternehmen würden diese finanzielle Zusatzbelastung wirtschaftlich nicht überleben und müssten ihren Betrieb in Deutschland einstellen. Dies ist eine Bedrohung, die durch klare, bezahlbare und Planungssicherheit bietende Regelungen beseitigt werden muss. Anforderungen an die zukünftige Förderung erneuerbarer Energien Strom aus erneuerbaren Energien muss sich zukünftig marktfähig zeigen und den Gesetzen der Vermarktung gehorchen. Die über das EEG bezahlte Abnahmegarantie, die selbst bei negativen Strompreisen am Markt gilt, hat keine Zukunft mehr. Eine Prämie könnte ergänzend zum Marktpreis gezahlt werden. Und eine Veredelung des fluktuierenden Stroms aus Erneuerbaren-Energien-Anlagen könnte dazu führen, dass physikalisch abgesicherte und handelsübliche, also dem Verbrauch angepasste Stromprodukte entstehen. Strom, etwa aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, könnte das genauso absichern wie eine Verbrauchssteuerung bei Verbrauchern.

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15.10.2013 14:28

EEG-Umlage signalisiert dringenden Reformbedarf des EEG

„Die EEG-Umlage ist zum Symbol der Kostenineffizienz der Energiewende geworden, mit dem Potenzial, die Gesellschaft an dieser Stelle zu spalten“, so Dr. Annette Loske, Hauptgeschäftsführerin des VIK, der Interessenvertretung großer industrieller und gewerblicher Energiekunden. Die jetzt verkündete EEG-Umlage 2014 von 6,24 Ct/kWh liegt deutlich oberhalb des aktuellen Marktpreises für Strom (4 bis 5 Ct/kWh am Terminmarkt der EEX). Sie verlangt Haushalten wie auch Unternehmen viel ab. Für manche geht das bis zur Schmerzgrenze. Mehr Kosteneffizienz ist deshalb eine unverzichtbare Forderung für ein erneuertes EEG. Bisher ist das deutlich zu kurz gekommen. Mit dem etablierten System der garantierten Einspeisevergütung konnte und kann das nicht erreicht werden. Es hat vielmehr dazu geführt, dass wir auch noch nach langen Jahren umfangreicher Förderung für erneuerbare Energien im Durchschnitt immer mehr, statt weniger für eine Einheit Strom aus erneuerbaren Quellen zahlen. Bild 1 zeigt, wie die jährliche Auszahlung aus dem EEG an Anlagenbetreiber von EEG-Anlagen selbst pro erzeugter Kilowattstunde Strom immer weiter steigt. Fordert man eine Entwicklung in Richtung Wettbewerbsfähigkeit, so kann das nicht überzeugen.

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09.09.2013 11:16

EU-Kommission belastet Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zusätzlich

Die EU-Kommission hat am Freitag einen Beschluss veröffentlicht, nach dem die Zuteilung von Emissionszertifikaten an die Industrie schon 2013 durch einen Korrekturfaktor erheblich abgesenkt werden soll.(1) Diese Entscheidung beruht nicht nur auf einer fehlerhaften Berechnungsmethode(2), sondern ist auch nicht vereinbar mit dem Ziel der EU, durch eine Stärkung der Industrie auf 20 % des BIP, die aktuelle Krise bewältigen zu können, so die Einschätzung des VIK, der Interessenvertretung großer industrieller Energiekunden.

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15.07.2013 15:06

EU-Beihilfeverfahren gegen das deutsche EEG gefährdet Wirtschaftsstandort Europa - Industrieentlastungen sind unverzichtbarer Teil des Fördersystems für erneuerbare Energien

„Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) steht und fällt mit den Entlastungstatbeständen für große Stromkunden. Rüttelt die EU, wie in der Presse berichtet wird, nun daran, stellt sie die gesamte Erneuerbaren-Förderung, aber auch das erfolgreiche Wohlstandsmodell der industriellen Exportwirtschaft Deutschlands in Frage. Ohne die Regelungen für Unternehmen mit hohem Strombedarf im EEG wäre das gesamte Gesetz, die gesamte Förderung erneuerbarer Energien in Deutschland nie umsetzbar gewesen“, so Dr. Annette Loske, Hauptgeschäftsführerin des VIK, der Interessenvertretung großer industrieller Energiekunden.

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