24.10.2012
Pressemitteilung

Jahrespressekonferenz 2012 - Industriestandort Deutschland muss stark bleiben

„Nur Deutschland erfüllt mit einem Industrieanteil von über 25 % an der Wertschöpfung die neue 20 %-Zielvorgabe der EU. Wir können uns also auf Industrieerhalt konzentrieren, und brauchen keine mühsame Reindustrialisierung wie die Länder rundherum“, so Dr. Volker Schwich, Vorsitzender des VIK, der Interessenvertretung industrieller und gewerblicher Energiekunden anlässlich seiner diesjährigen Jahrespressekonferenz, Bild 1. Für diesen Industrieerhalt muss nun aber der Exportstandort zugunsten von Arbeitsplätzen und damit Wohlstand aller gestärkt werden. [caption id="attachment_178" align="alignnone" width="600"] Bild 1: Anteil des Produzierenden Gewerbes an der Bruttowertschöpfung (Quelle Eurostat)[/caption] Die Strompreisdebatte spielt dabei eine entscheidende Rolle. Die Stromkosten sind entscheidende Kenngröße. Was für viele Industriebereiche die Lohnstückkosten sind, ist in den stromintensiven Wirtschaftsbereichen eben die Stromrechnung – Maßstab für Wohl und Wehe der Standortbedingungen. Deshalb muss es gelingen, die Regelungen zu erhalten, die den energieintensiven Unternehmen in der Energiewende das Festhalten am Standort Deutschland ermöglichen. Die Energiewende ist mehr als nur ein Umstieg auf erneuerbare Energien, sie ist die Suche nach dem Weg in eine Energiezukunft auf Grundlage erneuerbarer Energien, der den Wohlstand im Lande nicht gefährdet und ausgewogen zwischen der Entwicklung erneuerbarer Energien, dem Ausbau von Netzen und Speichern sowie hoher Versorgungssicherheit bei gleichzeitig bezahlbaren Energiepreisen austariert. Verteilung der Belastung durch die Förderung erneuerbarer Energien Ab dem kommenden Jahr zahlen durchschnittliche Haushalte etwa 5 Euro pro Monat mehr für die erneuerbaren Energien. Die Netze werden ebenfalls mehr Geld kosten. Sie müssen zukünftig auch deutlich veränderte Aufgaben erfüllen. In breiter Masse zahlt die Industrie – genau wie die Haushalte – ebenfalls die EEG-Umlage in Höhe von 5,3 Ct/kWh für die erneuerbaren Energien. Außerdem zahlen die Unternehmen im Rahmen der vielgescholtenen Teil-Entlastung zusätzlich mindestens 53.000 Euro in den EEG-Topf; eine große Summe auch schon für verhältnismäßig kleine Unternehmen. Es hat keinen Nutzen, wenn Strompreiszusatzbelastungen bei diesen Unternehmen angehäuft werden. So wird die Energiewende schnell zum Industrieende. 20121024_PM_zur_VIK_Jahrespressekonferenz_2012.pdf (294,6 kB)