23.05.2013
Pressemitteilung

Nachhaltige und bezahlbare Energie ist die Botschaft des EU-Gipfels – Ein guter Tag für den Klimaschutz

Die EU-Regierungschefs haben sich gestern zur Notwendigkeit der Wirtschaftlichkeit auch von Klimaschutzmaßnahmen bekannt, eine strategische Ausrichtung, die vom VIK, der Interessenvertretung industrieller und gewerblicher Energiekunden, unterstützt und begrüßt wird. Die EU behält damit Klimaschutz und Versorgungssicherheit im Auge, will aber auch Antworten auf die niedrigen Energiepreise in den USA und die Beschäftigungslage geben. Der Industriestandort Europa soll dabei unter globalen Wettbewerbsgesichtspunkten eine Perspektive haben, es gilt, hier Arbeitsplätze zu erhalten und neue aufzubauen. Fracking, also die Gewinnung von Erdgas aus Schiefervorkommen, hat die USA in Sachen CO2-Minderung und Energiekosten auf einen globalen Spitzenplatz katapultiert und setzt so insbesondere energieintensive Produktionen in Europa unter enormen Wettbewerbsdruck. „Vor dem Hintergrund der globalen Realitäten stärkt die strategische Ausrichtung des gestrigen Ratsbeschlusses den strengen und wirksamen EU-Klimaschutz. Die EU kann auf dieser Grundlage ihre vorgesehenen CO2-Minderungen weiterhin effektiv fort- und seine bereits bestehende globale Vorreiter-Position weiterführen“, so Dr. Annette Loske, Hauptgeschäftsführerin des VIK. Diese Ausgangslage eröffnet auch den Weg, Akzeptanz für einen herausragenden Klimaschutzansatz nicht nur bei der eigenen Bevölkerung und der EU-Wirtschaft zu erhalten, sondern auch bei anderen Wirtschaftsregionen der Welt, deren Klimaschutzanstrengungen bisher vor allem aus Skepsis im Hinblick auf die wirtschaftlichen und finanziellen Konsequenzen hinterherhinken. „Der gestrige Tag mit seinen EU-Gipfelbeschlüssen ist deshalb ein guter Tag für den EU- und globalen Klimaschutz, aber auch für die Erkenntnis, dass ohne eine starke heimische Industrie eine ökonomische Gesundung der EU nicht gelingen kann. Der Rat weist damit in die Richtung, dass die EU in Zukunft beim Klimaschutz noch mehr auf seine Stärken – effizient produzierende Unternehmen – setzen muss.“, so Dr. Loske weiter.