09.09.2026
Pressemitteilung

Verbändebündnis fordert Titel für Wasserstoff-CfDs im Bundeshaushalt 2027

Berlin, 09. September 2026: Der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft e. V. (VIK) fordert gemeinsam mit einem breiten Verbändebündnis, im Bundeshaushalt 2027 einen gesonderten Titel für Wasserstoff-CfDs (Contracts for Difference) vorzusehen. Ein solches Instrument soll die Wirtschaftlichkeitslücke zwischen fossilen Energieträgern und Wasserstoff überbrücken und Investitionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette ermöglichen.

Der Wasserstoffhochlauf steht an einem entscheidenden Punkt. Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette brauchen jetzt verlässliche Rahmenbedingungen, um Investitionsentscheidungen treffen zu können. Ein eigener Haushaltstitel für Wasserstoff-CfDs wäre ein wichtiges politisches Signal, dass der Wasserstoffhochlauf weiterhin politisch gewollt ist.“, erklärt Christian Seyfert, Hauptgeschäftsführer des VIK.

Eine zentrale Herausforderung beim Wasserstoffhochlauf bleibt der noch bestehende erhebliche Kostennachteil zwischen fossilen Energieträgern und erneuerbarem beziehungsweise kohlenstoffarmem Wasserstoff. Wasserstoff-CfDs können hier ansetzen, indem sie Preislücke schließen und somit Wirtschaftlichkeit und Planbarkeit verbessern. Damit verbessern sich die Voraussetzungen für Investitionsentscheidungen und die Finanzierung von Wasserstoffprojekten.

Für den VIK ist dabei insbesondere die Perspektive der industriellen Abnehmer entscheidend. Der Einsatz von Wasserstoff kann nur gelingen, wenn Unternehmen damit auch künftig auf internationalen Märkten wettbewerbsfähig produzieren können. Gleichzeitig erfordert die Umstellung industrieller Prozesse erhebliche Investitionen. Ein geeignet ausgestaltetes CfD-Instrument kann dazu beitragen, die damit verbundenen Risiken abzusichern und Investitionen auf Erzeuger- und Abnehmerseite zu ermöglichen.

Für die Industrie ist entscheidend, dass Wasserstoff zu wettbewerbsfähigen Bedingungen verfügbar ist. Nur dann kann er tatsächlich zum Baustein der industriellen Transformation werden“, so Seyfert.

Von einem wirksamen Wasserstoff-CfD können Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette profitieren: von Finanzierern und Elektrolyseherstellern über Produzenten, Energieversorger sowie Netz- und Speicherbetreiber bis hin zu industriellen Abnehmern.

Die Verbände fordern daher einen gesonderten Titel für Wasserstoff-CfDs im Bundeshaushalt 2027. Damit soll die notwendige haushalterische Grundlage geschaffen werden, um ein wirksames CfD-Instrument. Entscheidend ist, dass das Instrument die Wirtschaftlichkeitslücke wirksam adressiert, Investitionsrisiken reduziert und wettbewerbsfähige Bedingungen für industrielle Abnehmer unterstützt.

Wir brauchen jetzt ein Instrument, das die Wirtschaftlichkeitslücke tatsächlich schließt und den Wasserstoffmarkt auf beiden Seiten in Gang bringt, bei Erzeugern und industriellen Abnehmern“, betont Seyfert abschließend.

Der gemeinsame Verbändeappell „Wasserstoffhochlauf jetzt absichern: Wasserstoff-CfDs im Haushalt 2027 verankern“ wurde von VIK, BDEW, BdWR, DVGW und EIWA erarbeitet.

Verbändeappell
Alexander Ranft
Ansprechpartner

Alexander Ranft

Fachbereichsleiter Politik und Kommunikation / Pressesprecher